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Kleine Zeitung zu Petition an Papst: Ja dürfen s' denn des …

(Graz, 10. August 2017) Am 25. Juli 2017 erschien in der Kleinen Zeitung ein von Bernd Hecke verfasster Artikel mit der reißerischen Headline „Jetzt soll der Papst das Grazer Murkraftwerk verhindern“ und er führt weiter aus: „Sie haben demonstriert, Unterschriften gesammelt, im Murcamp ihre Zelte aufgeschlagen, sind auf Bäume und Bagger geklettert, sind wegen Besitzstörung vor Gericht gelandet und bei ihrem Protest jüngst auch des Hauptplatzes verwiesen worden. Jetzt starten die Aktivisten gegen das Grazer Murkraftwerk in Puntigam einen weiteren Versuch, sich gegen die Staustufe zu stemmen.“

Mit diesen Ausführungen wird nicht nur allen  AktivistInnen, die auf drohendes Unrecht Steuer- und Naturvernichtung hinweisen wollen, das Mäntelchen von strafbaren Handlungen umgehängt, sondern werden auch die gläubigen LeserInnen des durch den Katholischen Pressverein getragenen Blattes selbst verhöhnt. Die Kleine Zeitung macht sich darüber lustig, dass eine Person sich ungefragt erlaubt, in ihrer Verzweiflung Papst Franziskus „anzurufen“, um diesen darauf aufmerksam zu machen, dass die Zerstörung der Schöpfung – trotz seiner Aufforderung in „Laudato si“ – sogar durch eine sich als „katholisch“ darstellende Partei und der mit ihr verwobenen Netzwerke hemmungslos voran getrieben wird. Dabei sind die negativen Auswirkungen auf Mensch, Natur und Gesellschaft wissenschaftlich belegbar und für jeden Menschen guten Willens offenkundig.

Anstatt zur eigenen Meinungsbildung den Link zur Petition zu veröffentlichen, hat man sich lediglich für die Verhöhnung brauchbare Passagen heraus gepickt.

Die Solidarität ist grenzenlos

Inzwischen braucht die Lokalpresse sich nicht mehr darüber lustig zu machen, dass „allerdings erst 85 Unterstützende“ unterzeichnet hätten. Die Zahl der UnterzeichnerInnen beträgt mittlerweile mehr als 200 und wächst täglich. Sehr zufrieden ist die Petitionsverfasserin darüber, dass darunter viele Menschen sind, die ebenfalls Angst um die Flüsse vor „ihrer Haustüre“ haben. Es haben sich nicht nur viele Menschen aus ganz Österreich, sondern auch aus Slowenien, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und sogar aus Thailand solidarisch gezeigt.

Die Petitionsverfasserin ist deshalb auch optimistisch, dass das erwartete Ziel von 500 Unterschreibenden erreicht wird. Eine gewisse Verwunderung zeigt sie darüber, dass vor allem Menschen aus Graz sehr oft anonym unterzeichnen. Das wirft die Frage auf, ob diese Menschen sich deshalb scheuen, öffentlich ihre Unterstützung des Anliegens zu zeigen, weil sie Angst haben gemobbt zu werden?!

Der Brief im Original samt knapp hundert Originalunterschriften der ErstunterzeichnerInnen ist inzwischen im Vatikan angekommen, wie der gerade angekommene Rückschein beweist.

Petition Deutsch: https://www.openpetition.de/petition/online/stimme-erheben-gegen-zerstoerung-von-umwelt-und-natur-in-graz-durch-murkraftwerk-puntigam

Petition Englisch: https://www.openpetition.de/petition/online/raising-the-voice-against-the-destruction-of-environment-and-nature-in-graz-by-the-mur-power-station

 

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